27.02.2018

Eine Schriftstellerin liest aus ihren Büchern – Anika Ackermann zu Gast beim Biesdorfer Forum

(OtR) Wie sieht literarisches Schreiben im 21. Jahrhundert aus? Auf diese und noch viele andere Fragen gab die freie Autorin Anika Ackermann bei ihrem Besuch auf dem Biesdorfer Forum Antworten und stellte zugleich ihr bisheriges Schaffen vor. „Eigentlich hatte ich das word-Dokument geöffnet, um  meine Masterarbeit in Kunstgeschichte zu schreiben, doch dann ist es mein erster Fantasy-Roman geworden.“ So beschreibt Ackermann ihren scheinbar mehr zufälligen Beginn als Schriftstellerin. Mittlerweile ist daraus ein Opus aus drei Romanen und einem Kunstmärchenbuch geworden.

Für ihre Recherchen zum ersten Buch „Lucrum“ hat sie eigens einen mehrmonatigen Aufenthalt in London absolviert, wo die Handlung spielt, um die Atmosphäre der Stadt möglichst gut einzufangen. Aber mit dem Schreiben allein ist es für eine Self-Publisherin wie Anika Ackermann nicht getan. Alles kommt aus einer Hand: Lektorat, Cover Design, Illustrationen, Marketing und Merchandise-Produkte: Alles wird von ihr selbst gestaltet,  kontrolliert, produziert und verkauft. Einen Literaturagenten braucht man dafür heute nicht mehr zwingend. So sieht freies Schreiben im 21. Jahrhundert aus.

Natürlich gab es auch Kostproben aus ihrem Werk zu hören: Zunächst las sie eine Passage aus „Soul of Stars“ und dann aus ihrem Märchenbuch „Blumenkopf – Ein Märchen aus Malefica“, aus denen sich ein sprühendes Kaleidoskop von Sprache und Bildern über die Zuhörer ergoss.

Dass für Ackermann J.K. Rowling eine wichtige literarische Inspiration darstellt, war zu spüren, und in der anschließenden Diskussion würdigte sie Rowling auch dahingehend. Sicher durfte man aber auch an „Star Wars“, „Herr der Ringe“ oder sogar „Peterchens Mondfahrt“ bei ihrer Lesung denken. Und doch: Ackermann hat hier etwas ganz Eigenes geschaffen, das sich bekannten Genres oder Autoren entzieht.

Im Anschluss an die Lesung bestand noch Gelegenheit mit der Autorin bei Snacks und Getränken ins Gespräch zu kommen und die eine oder andere Frage loszuwerden.  Das Biesdorfer Forum wurde freundlicherweise vom „Verein der Freunde,  Förderer und Ehemaligen des St.-Josef-Gymnasiums e.V.“ unterstützt.

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