22.07.2018

Die Biesdorfer Fünfer auf Besuch beim Heiligen Willibrord

(WeM) Wie in jedem Jahr hieß es auch am diesjährigen Pfingstdienstag: Auf nach Echternach!

Der Grund für diese außerschulische Unternehmung ist ganz einfach, denn schon traditionell beteiligen sich die fünften Klassen des St. Josef-Gymnasiums an der weltberühmten Springprozession, die seit Jahrhunderten zur Ehren des Missionars und Gründers des Klosters Echternach, dem Heiligen Willibrord, abgehalten wird und seit 2010 von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde. Mittlerweile ist der Besuch der Springprozession in Echternach ein fester Bestandteil der breit gefächerten Aktivitäten der Schulseelsorge am SJG.

Nachdem es im letzten Jahr stark geregnet hatte und dadurch die Freude an der Veranstaltung doch sehr getrübt wurde, konnte die Schülerinnen und Schüler, die begleitenden Eltern und die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer sich in diesem Jahr über angenehmes und vor allem trockenes Frühlingswetter freuen. Den Startpunkt für die Biesdorfer Pilger bildete Minden, wo man in der romanischen Dorfkirche mit einer von Frau Prämassing geleiteten Aussendungsfeier startete. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Kerstin Scholtes und Erik Schmitz, beide Mitglieder der Schülergruppe am SJG, die sowohl bei der Organisation, als auch bei der Durchführung, der liturgischen Feier großes Engagement bewiesen. Nach dieser spirituellen Einstimmung machte man sich entlang der Sauer auf den Weg nach Echternach, das man nach einer etwa einstündigen Wanderung erreichte. Im Innenhof der Abtei angekommen hieß es dann: ein wenig Ausruhen und dann  die zugewiesene Position in der Prozession einnehmen.

Nach kurzer Wartezeit ging es dann los und begleitet von einer Luxemburger Musikkapelle übten sich die Fünfer im traditionellen Echternacher Sprung. Auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer, Frau Hillesheim, Frau Bauler und Herr Hermes, nahmen aktiv am Geschehen teil und zeigten während der etwa einstündigen Prozession was sie auch sportlich noch immer drauf haben.

Entlang der Zuschauerreihen ging es dann Richtung Sauerbrücke, bevor man wieder in die Altstadt abbog und sich über den Marktplatz in Richtung Basilika bewegte. Am Grab des Heiligen Willibrord in der Krypta endete dann das eigentliche Springen, das für viele eine echte Premiere gewesen ist.

Nachdem man sich im Abteihof wieder gesammelt hatte, ging es gemeinsam in Richtung Fölkenbach, wo die Schülerinnen und Schüler um 13 Uhr von ihren Eltern und Angehörigen abgeholt wurden, gerade rechtzeitig, um einem aufkommenden Regenschauer zu entgehen. Für viele wird dieser schöne Tag in Echternach in guter Erinnerung bleiben und das Gefühl, an diesem Vormittag Teil einer sehr langen regionalen Tradition gewesen zu sein, dürfte noch einige Zeit nachwirken.

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